Station 13: Austernfelsen

Am schönsten zu sehen sind die Neu-Bamberger Austernfelsen auf dem schön bepflanzten Terrain direkt neben der katholischen Kirche. Vor 30 Millionen Jahren, im Oligozän, erstreckte sich eine Meeresstraße zwischen der Nordsee und dem Alpenraum, in der sich Haie, Rochen und Seekühe tummelten. Unsere Region gehörte zum „Mainzer Becken“. Bedeutende Funde stammen u. a. aus dem Steinbruch im nahegelegenen Ort Eckelsheim, Haifischzähne entdecken die Winzer aber auch immer wieder in ihren Weinbergen. Der Neu-Bamberger Burgberg, ein vulkanischer Rhyolithfelsen, war Teil der Brandungszone, in der sich die sehr hartschaligen Austern „Pycnodonte Calliferea (Lam.)“ ansiedelten. Im Volksmund wurden diese Formationen „Stinkfelsen“ genannt. Die von Armleuchteralgen durchsetzten Characeenkalke sind, besonders wenn sie dunkel gefärbt sind und einen hohen Bitumengehalt aufweisen, typische Stinkkalke.