Station 24: Alte Eisenbahnbrücken

Wenn man der Wasserpforte folgt, stößt man an deren Ende auf zwei Brücken, eine führt über die Straße, die andere über den Appelbach. Die Handwerker- und Arbeiterhäuser auf der linken Seite wurden gebaut, als der Ort im 19. Jahrhundert wuchs und die Steinindustrie mit fünf Steinbrüchen zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor wurde. Für den Transport der Steine und weiterer Waren wie Wein und Zuckerrüben, aber auch für den Personenverkehr, wurde die Eisenbahnlinie Sprendlingen – Fürfeld der Südwestdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Die Strecke Wöllstein – Neu-Bamberg – Fürfeld wurde am 5. Oktober 1898 eröffnet. Die Eisenbahn selbst erhielt im Volksmund den Namen das „Bawettche“. Angeblich hieß die erste Frau, die bei der Jungfernfahrt von Sprendlingen aus mitfuhr, Babette. Der Personenverkehr wurde zum 31. März 1953 beendet, der Güterverkehr nach der Umstellung auf eine Diesellokomotive fünf Jahre später eingestellt. Am 31. Dezember 1958 gab es die offizielle, am 1. April 1959 die endgültige Stilllegung. Mit der Demontage der Schienen begann man im Juli 1959. Heute führt ein Wander- und Fahrradweg die alte Strecke entlang.