Burgruine Montfort
in Hallgarten

Die Burg Montfort ist die Ruine einer Spornburg drei Kilometer nordwestlich der Ortsgemeinde Hallgarten. Die Ruine liegt zwischen Hallgarten und Duchroth auf einer 280 m ü. NN hohen Kuppe inmitten eines Waldes.

1937-1939 fanden erstmalig Sanierungsmaßnahmen statt. Hierbei wurden viele Bereiche der Burg geräumt und dabei wichtige archäologische Funde vernichtet. In einer zweiten Sanierung 1977-1982 und einer anschließenden Grabung 1983-1984 kamen zahlreiche Details ans Licht. Mehr als 20.000 Arbeitsstunden freiwilliger Helfer und Investitionen von über 733.000 DM haben der Burg ihr heutiges Aussehen wiedergegeben und es möglich gemacht, dass sie der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Einige archäologische Funde aus den Burgruinen werden im burgeigenen kleinen Museum ausgestellt. Ebenso können Besucher in einem Lapidarium Überreste von Architekturteilen des mittelalterlichen Baus und ein Rekonstruktionsmodell der Burg Montfort bewundern. Der heutige Rittersaal wurde durch den Verein "Burgfreunde Montfort e. V." 1986-1987 angelegt und liebevoll ausgestattet.

Bis heute lässt sich deutlich die Geschichte der Burg an den alten Mauern ablesen und gibt dem aufmerksamen Besucher unzählige Informationen über ihr damaliges Aussehen.

Bei einem Besuch auf die Burg Montfort werden Sie in vergangene Zeiten entführt und können den herrlichen Ausblick in vollen Zügen genießen. Lassen Sie sich vom Zauber der Anlage in den Bann ziehen.

Geschichte:

Die Burg wurde um 1240 zur Überwachung einer nahen Heerstraße von den Grafen von Veldenz erbaut, die Eberhard von Lautern als Lehnsmann einsetzten.

Bis 1432 blieb die Burg im Besitz der Familie von Lautern, die seit 1247 den Namen „von Montfort“ führten.

Im 15. Jahrhundert betätigten sich die Bewohner der Ganerbenburg zeitweise als Raubritter. Im Jahre 1456 eroberten die Truppen des Mainzer Erzbischofs Diether von Mainz und des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz die Burganlage und zerstörten sie.

1480 erhielt Simon Boos von Waldeck die Burg als Erblehen, mit der Erlaubnis diese wieder aufzubauen. Die Familie der Boos von Waldeck, von der gleichnamigen Burg Waldeck im Hunsrück, war bereits seit Ende des 14. Jahrhunderts Mitgemeiner der Burg Montfort.

Obwohl es zwar einige Anzeichen für einen Wiederaufbau einer der Wohntürme gibt, blieb Montfort über viele Jahrhunderte als Ruine bestehen. Die Ruine war lange Jahre auf vier private Waldbesitzer und Anlieger aufgeteilt. Nach bestimmten sicherheitstechnischen Auflagen der Aufsichtsbehörde übernahm der Landkreis Bad Kreuznach im Jahr 1969 die Ruine, ließ sie sichern und renovieren.

Heute kann man die Burgruine Montfort kostenlos besichtigen.

Quelle: Wikipedia

Die Burg:

Die heutige Burganlage zeigt, dank umfangreicher Sanierungsarbeiten, im Wesentlichen den Zustand nach der Zerstörung und vermittelt ein anschauliches Bild einer mittelalterlichen Burg, deren Bild in späteren Zeiten nicht durch Modernisierungen oder Verstärkungsbauten verändert wurde.

Von der Ruine stehen noch Mauerreste der Vorburg, des Zwingers, des Torhauses Vorburg, sowie das Tor der Oberburg, der Bering, der Rumpf des Bergfrieds (begehbar), die beiden Wohntürme bis in Höhe des dritten Stockwerkes, die Grundmauern des Brunnenhauses, der Kemenaten und der Stallungen.

So zeigt das Burgmuseum in einem Lapidarium Überreste von Architekturteilen des mittelalterlichen Baus und ein Rekonstruktionsmodell der Burg Montfort. Daneben präsentiert das Museum archäologische Funde aus den Burgruinen, wie Keramik, Glas und Eisen.

Der rund 9 m hohe Rumpf des Bergfrieds ist oben mit einer Metallbrüstung gesichert und als Aussichtspunkt begehbar. Der Zugang erfolgt innerhalb des Wohn- und Wehrturms über eine 34-stufige Metallwendeltreppe und über die Außenmauer der Kernburg weiter zum Bergfried. Von hier hat man einen guten Blick in die Burganlage und die weitere Umgebung.

Quelle: Wikipedia

Feste:

Der Verein „Burgfreunde Montfort e. V. “ veranstaltet mit rund 150 Mitgliedern regelmäßig Feste auf dem geschichtsträchtigen Boden der Burgruine, zum Beispiel an Christi Himmelfahrt den "Tag der offenen Tür auf der Burg Montfort" und einen ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag.

Kontakt:


Roter Punkt: Standort vor Ringmauer

1. Halsgraben

2. Äußerer Eingangsbereich

3. Schildmauer

4. Burgweg

5. Zwinger

6. Äußere Toranlage

7. Torhäuser (Eingang Rittersaal)

8. Borburg

9. Wallgraben mit Grabenmauer

10. Fantierungssturm

11. Inneres Burgtor

12. Bergfried

13. Kernburg mit Ganerbenhäusern

14. Filterzisterne

15. Wohn- und Wehrturm

16. Abort und Kaminreste