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   Bundestagswahl 2017 - Jetzt online Briefwahlunterlagen beantragen!

Am 24. September findet die Wahl des 19. Deutschen Bundestages statt. Als Wahlberechtigter haben Sie die Möglichkeit der Briefwahl,
die Sie bequem auf unserer Webseite über das landesweiter Onlinewahlportal "Oliwa" beantragen können.

Sie benötigen nur Ihre Wahlbezirks- und Wählernummer von Ihrer Wahlbenachrichtigung und schon kann es losgehen. Achten Sie bitte darauf, Ihr Geburtsjahr vierstellig einzugeben.   Hier geht es zum Online-Briefwahlantrag

Offene Gartentüren 2017 in Feilbingert und Hallgarten am 25.06.2017:

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier

VG-Weinfest in Pfaffen-Schwabenheim vom 16.06.2017- 19.06.2017:

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier

VG-Wandertag in Frei-Laubersheim am 28.05.2017:

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier

Familientag im Appelbachtal
ab Pfaffen-Schwabenheim

Sonntag, 20. August 2017

Am Sonntag, den 20. August 2017, fällt der Startschuss zum 25. Familientag im Appelbachtal. Zu diesem Jubiläum möchten wir Sie …

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14. Bulldogfest
in Feilbingert

Samstag, 26. & 27. August 2017

Die 14. Ausstellung des Lanz-Bulldog-Club Nordpfalz e. V. findet am 26. und 27. August 2017 rund um die Lemberghalle …

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Kerb
in der VG Bad Kreuznach

Ab Samstag, 02. - Dienstag, 03. Oktober 2017

Anfang September ist es mal wieder soweit! Die Kerben öffnen in der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach Ihre …

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Hochwasserschutzkonzepte in der VG Bad Kreuznach:

Hochwasserschutzfibel : Download hier

Flyer Elementarschaden: Download hier

Städtepartnerschaft unserer VG mit Nagyesztergár in Ungarn

Wir möchten heute noch einmal auf unsere Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Nagyetzergár im Bakonygebirge in der Nähe des Plattensees hinweisen und darauf aufmerksam machen, dass eine große Delegation von dort anlässlich der 1250-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Frei-Laubersheim der VG einen Besuch abstattet. Dabei werden unsere Gäste auch unsere neuen Gemeinden kennenlernen. Wir dürfen Sie aber schon jetzt einladen, auch den Langos-Stand auf dem Festplatz in Frei-Laubersheim vom 11. bis 13.08. zu besuchen. Der langjährige Kenner Ungarns und aktives Mitglied unseres Partnerschaftsvereins, Peter Hattemer aus Pfaffen-Schwabenheim schreibt ab und an kleine Anekdoten und Geschichten über das Land und hat dies anlässlich des Besuchs unserer ungarischen Freunde wieder getan und möchte Ihnen einen Eindruck über die ungarischen Gewohnheiten und -heute- über die ungarische Sprache geben.

DIE UNGARN UND IHRE SPRACHE

„Üdvözöljük!“ (= Seid Willkommen!)

Keine Angst, niemand muss ungarisch lernen, ausgerechnet diese sehr schwierige asiatische Sprache, welche die Magyaren vor über tausend Jahren aus der Steppe hinter dem Ural mitgebracht haben. Natürlich freuen sich auch die Ungarn, wenn man als Tourist die täglich benutzten Wörter für „Guten Tag“, „Danke“ oder „Auf Wiedersehn“ kennt. Ansonsten gibt es zum Glück hunderte von Lehnwörtern aus dem deutschen, die beim Übergang vom asiatischen Nomadenvolk zum sesshaften mitteleuropäischen Staat übernommen wurden, zum Beispiel „haza“ für Haus, „templon“ für Kirche, „mester“ (meschter) für Meister, aber auch lustige Wörter wie „slampos“ (schlamposch) für schlampig.

Es ist schon erstaunlich, dass sich dieses Volk ausgerechnet das schwierige ungarisch als Umgangssprache ausgesucht hat, damals als die Sprachen der Welt verteilt wurden. Schade dass sie nicht einfach ebenfalls deutsch gewählt haben. Es ist schon erstaunlich, dass sich die Leute offensichtlich untereinander ganz ohne Probleme verstehen. Auch wird erzählt, dass dort die Kinder, wenn sie nicht brav sind, ungarisch lernen müssen. (Sollte ein Scherz sein)

Die ungarische Sprache hat einen besonderen Rhythmus, weil immer die erste Silbe betont wird, egal wie lang das Wort ist. Und es gibt besonders lange Wörter, da auch die Präpositionen an das Hauptwort angehängt werden. Die Sprachmelodie klingt sehr angenehm und herzlich, wenn die Ungarn deutsch sprechen. Es gibt aber auch ganz kurze Wörter wie „lo“ (Pferd) oder „so“ (Salz) oder „ho“ (Schnee) oder „to“ (Teich) Wie im deutschen wird die wichtigste Aussage an den Anfang des Wortes gestellt: also „Eisenbahnbrücke“ und nicht wie im französischen „Brücke der Bahn aus Eisen“. Die Ungarn gehen da noch einen Schritt weiter und haben da ihre eigene, für uns verblüffende Satzbildung. Zum Beispiel: Herr Müller fährt mit dem Bus in die Stadt, heißt: dort: „Müller Herr, Stadt in, Bus mit, fährt.

Ansonsten ist die Sprache sehr logisch aufgebaut. 11 ist zehneins, 12 ist zehnzwei, 13 ist zehndrei usw. „het“ heißt 7 und gleichzeitig Woche. „hetfön“ (Hauptsieben) ist Montag. „nap“ bedeutet Tag und gleichzeitig Sonne. Das Wort für Zuhören bedeutet gleichzeitig Schweigen (wie klug!).

Vieles wird direkt vom Hauptwort abgeleitet. Also „lo“ (Pferd), „lovas“ (Reiter); „reggel“ (der Morgen), „reggeli“ (Frühstück) „reggelizik“ (frühstücken) oder var (Burg), varos (Stadt), varoshaza (Rathaus), das heißt, im deutschen benutzen wir dagegen drei ganz unterschiedliche Wörter.

Bier trinken ist „bieren“ und Wein trinken ist „weinen“, also „weint?“ wäre dann = trinkt ihr Wein?. Die Ungarn vereinfachen oft ihre vielen Lehnwörter. Ein Beispiel: Wo wir den Fahrer als „chauffeur“ (neun Buchstaben) korrekt französisch schreiben, kommen die Ungarn bei „soför“ mit gleicher Aussprache mit fünf Buchstaben aus.

Noch zwei Wörter mit Ö oder Ü? Bitte sehr: „fürdö“ ist das Badezimmer und auch das Bad im Städtenamen (zum Beispiel Balatonfürdö). Das Schloss, welches die Ungarn der Kaiserin und ungarischen Königin Elisabeth schenkten heißt „Gödöllö.

Die Bierstube heißt sörözö und üdülötelep heißt Urlaubsort.

Es macht große Freude, abseits vom perfekten Deutsch der einheimischen Hotelangestellten, der Sprache der Bevölkerung zu lauschen und den Klang in sich aufzunehmen als Landessprache oder als ungarisches Deutsch. Ich erinnere an den zauberhaften älteren Film mit dem Titel: „Ich denke oft an Piroschka“ mit Liselotte Pulver, die das ungarische Temperament perfekt verkörperte und mit ihrem Filmvater Gustav Knuth als Bahnhofsvorsteher eines Ortes in der Puszta mit einem sehr, sehr langen Namen, nämlich Hodmeszövasárhelykutacsipuszta.

Eine Besonderheit ist noch zu erwähnen: Es gibt kein Wort für „haben“. Da sagen die Ungarn „mir ist“ oder „uns sind“.

Da fällt mir ein, ich sollte mich noch vorstellen, also

Mich Peter nennt, zwei Kind mir sind und Ingenieur bin.

Viszontlátásra! (Auf Wiedersehn!)

Pfaffen-Schwabenheim, 10.08.2017 Peter Hattemer